Archiv für Mai 2009

this is the end

alles hat ein ende, nur bekanntlich die wurst hat zwei. da mir aber nicht alles wurst ist und auch nicht alles alter kaese, macht das junge gemuese sich jetzt auf den weg dahin wo der pfeffer waechst.
in den letzten wochen und monaten gab es gruppenintern sowie auch im sozialen umfeld einiger mitglieder veraenderungen, welche ein weiterbestehen in dieser form als unmoeglich gestalten. es gibt dinge die sind nicht veraenderbar, und solche die es sein sollten.
unter diesen umstaenden, und das staendige schizophrenie auch nicht gesund sein kann, verlasse ich die gruppe, sowie ich auch unterfranken verlasse!
die ganze bekackte welt liegt mir zu fuessen, und ich rutsche drauf aus!
also die tanzschuhe angezogen, und losgeraved!
an dem blog wird sich nicht viel aendern. die anderen konnten sich eh nur in der anfangsphase dazu hinreiszen lassen etwas zu schreiben, und somit ueberbleibt er meiner alleinherrschaft.
was die naechste zeit bringt wird hier zu lesen sein. in welchem rhytmus bleibt abzuwarten, und in welchem zustand, darauf werden noch wetten angenommen.
also stay tuned! cosmomob# gonna wild!

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#unterfranken wird hiermit offiziell von der cosmomob#-redaktion als verloren erklaert #
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na dann…

…ist ja alles gut, wenn die Bullenschweine von morgen, schon heute perfekt geschult werden.

lieblingslied

Auf den Spuren…

…des guten Geschmacks.

Game over!

Gestern begab es sich, dass ich zu dem Polterabend eines Bekannten von der Arbeit ging. Mit im Gepaeck drei weitere, zum Zeitpunkt der Hinfahrt schon schwer alkoholisierte Kollegen. Das ganze fand natuerlich im dorfeigenen Sportheim statt, was dem Idyll den passenden Rahmen gab. Die Gaesteliste war gespickt mit Lokalprominenz. Da war zum einen der ehemaligen Fussballschiri, der einem unaufhoerlich berichten musste wie hart und wie hochklassig er gepfiffen hat. Dabei konnte er Unmengen an Schnupftabak in seinem Gesicht einfach verschwinden lassen, dass jedem Berufkokser schwindlig geworden waere. Der kontinuierliche Bierkonsum, die Musik, welche spaeter noch ausfuehrlicher behandelt wird sowie genetische Veranlagung und lokal begrenzte Wortneuschaffungen machten das Gespraech zu einem Monolog und braven bejahen der nicht verstanden Saetze. Diese zweistuendige Tortur sollte auch irgendwie kein Ende finden, waerend sich meine Begleiter taktisch klug am Biertresen noch weiter den auf Niveau brachten. Und meinereiner regelmaeszig mit gut gemeinten Ratschlaegen ueber die Dorfschoenheiten zum Tanze motivieren wollten. Auf der gesamten Veranstaltung befand sich aber Augenscheinlich nur eine die das Ortschild schon mal von der anderen Seite gesehen hatte, was zu ihrem Pech die Moeglichkeit frischen Blutes bedeutete und fuer die ganzen geilen Boecke des Orts das Maintarget des Abends sein sollte. An eine Wagenburg erinnernd sasz sie in der Mitte und um sie rum 6 stramme Bauernsoehne, welcher sich jeder mit dieser potenziellen „Waermflasche “ [Anmerkung der Redaktion: O-Ton am Biertresen] den Siegerkranz umhaengen wollte. Der schlecht tattoowierte Junge der Besitzansprueche schon von Anfang an klar stellen wollte Biss um sich wie der Alpharuede. Wenn mein Blick es schaffte an diesem hoechst interessanten Szenario vorbei zuwandern erreichte er die Tanzflaeche. Herrlich! Hier fanden sich Schwiegereltern in spe mit den Enkeln, Braut und Braeutigam mit so ziemlich jedem, und ein Paerchen, welches ich Ronny&Mandy taufen moechte. Beide im chicen Thor Steinar Pulli, denn schlieszlich putzt man sich zu so einem fest ja heraus, schlecht frisiert und seit Jahren mit allen Fehlern des Partners abgefunden, schob man sich gegenseitig gegen den Takt uebers Parkett. Wie man so ausdauernd, die selbe Schrittfolge, zu egal welchem Takt, Rhytmus, oder was wies ich was, in einer Form darbieten kann, welche eher an das herumschieben von tiefgefrorenen Schweinehaelften in einem Schlachtbetrieb erinnert, war mir bis zum Ende ein Raetsel. Doch wozu tanzte das inzwischen eigentlich nicht mehr Aufnahmefaehige Publikum eigentlich. Es spielten auf „The Ninos“. Diese zwei Anfangfuenfziger, wahrscheinlich Brueder hatten es vollbracht den allgemeinen Alleinunterhalter auf zwei aufzuteilen. Gekleidet in Bluejeans und beide in dem selben Hemd, welches wohl dem Sommerschlussverkaufswuehltisch von 1993 Entsprungen sein duerfte, machte man sich als ein Nino schon lange keine weiteren Gedanken mehr um Auszenwirkung. Wichtig war schlieszlich die Mucke! Also ein komplettes Schlagzeug und ein Keyboard aufgebaut, das gekoppelt mit zwei Mikrophonen, ein paar Boxen und am wichtigsten, dem Abspielgeraet fuer die Midis. Was diese Jungs also zum besten gaben war von aller hoechter Guete. Die Hits von Drawi Deutscher ueber Haddaway bis Polarkreis 18, den O-Ton Nino #1 in einer seiner groszartigen Ansagen: „Wer nicht mit der zeit geht, geht mit der Zeit“, Jungs Selbsironie ist schoen und gut, aber an der Stelle musste ich lachen, was der Fussballschiri mit gegenueber missverstand und sein Gesabbel, dem ich schon lang nicht mehr zuhoerte wieder um eine halbe Stunde verlaengerte. So wurde nun also die gesamte Musik eingespielt. Was taten also „The Ninos“? Nino#1 genuegte sich damit am Schlagzeug von Zeit zu zeit einmal an das Becken oder auf die Toms zu hauen, und so wie Nino#2 bei deutschen Titeln die aelter als die Dorfschoenheit waren, welche sich ueberigens inzwischen Ihrem Schicksal hingegeben hatte und mit dem Platzhirsch Koerperkontakt aufnahm was die anderen Jungbullen aber noch lange nicht aufgeben lies, selber zu singen. Bei allen anderen Titeln, welche noch zu neu waren um sich unloeschbar in das alkoholzermaterte Gehirn schon eingebrannt zu haben, oder einfach halt nicht auf deutsch und somit bei 1,5 Promille+ unmoeglich wiederzugeben waeren, wurden einfach nur die Lippen zu den vorher eingesungen Texten bewegt. An diesen Stellen waren nur noch die gelallten Ansagen live. Nino#2 beschraenkte sich uebrigens anscheinend wirklich nur darauf zum richtigen Zeitpunkt „Play“ zu druecken. Auszer mir schien das aber im gesamten Raum wirklich niemanden wirklich aufzufallen. Ebenso, dass die als zweieinhalbminuetig angesagten Pausen circa 10 Minuten dauerten, und sie es jedes mal schafften zum Biertresen und raus eine rauchen zu gehen. Ich will mich auch nicht beschweren, aber ich beneide die Jungs, nichts tun und Kohle kassieren, Life is so easy if your name is Nino.
Irgendwann kam der erloesende Zeitpunkt als einer meiner Begleiter kam und sagte „Der Papa will jetzĀ“Heim!“. Die Dorfschoenheit war inzwischen in den Armen des zukuenftigen Braeutigams gelandet, welcher die Wagenburg gesprengt hatte um anscheinend nur mal klar zu machen was eigentlich Phase ist, waerend der Schiri mir gegenueber noch immer redete obwohl ich wahrscheinlich seit einer Stunde nur noch mit Nicken reagiert hatte. Ronny&Mandy tanzten weiter zu der Mucke von „The Ninos“ und ich war heilfroh das ganze ueberstanden zu haben.